Hilfe aus Rom

Ein Papst betet

"Houston, we have a problem". Mit diesem Funkspruch des Kommandanten Jim Lovell wurde die NASA-Zentrale in Texas vor 35 Jahren über die Havarie des Raumschiffes Apollo 13 informiert.

Nach zwei erfolgreichen Landungen auf dem Erdtrabanten fand die dritte amerikanische Mondexpedition in der Weltöffentlichkeit kaum noch Beachtung. Dies änderte sich jedoch, als drei Tage nach dem Start in Florida an Bord der Apollo 13 ein Sauerstofftank explodierte und ein dramatischer Kampf um das Überleben der drei Astronauten begann.

Das Raumschiff umrundete zwar noch den Mond, nahm dann aber unverzüglich Kurs auf die Erde. Während der Sauerstoff an Bord knapp wurde und die Temperatur unter den Gefrierpunkt sank, arbeiteten die Wissenschaftler in Houston - in einem Wettlauf mit der Zeit - an einem Konzept zur Rettung der Besatzung. Dazu kam das Gebet von Papst Paul VI., dem sich zahlreiche Menschen in der ganzen Welt anschlossen.

Als das Raumschiff am 17. April 1970 in die Erdatmosphäre eintrat, hielt die Welt den Atem an - bis endlich der erlösende Funkspruch kam und das Fernsehen die Bilder von der Bergung der Kapsel im Pazifik zeigte.

Die NASA bezeichnete die Apollo-13-Mission später als "erfolgreichen Fehlschlag". Und Jim Lovell hielt seine Erinnerungen an die Rettungsaktion in seinem Buch "Lost Moon" fest. Dieses Buch war die Grundlage für den Film "Apollo 13", der im Jahr 1995 mit Tom Hanks als Jim Lovell in die Kinos kam.

In den nächsten Tagen wird in Rom ein neuer Papst gewählt. Er hat nicht die Macht seiner mittelalterlichen Vorgänger. Aber er hat das Vertrauen vieler Menschen, die wissen, dass er nicht nur für seine Kirche, sondern für die ganze Welt betet. Darum wird er so manchen Funkspruch auffangen: "Roma, abbiamo un problema".


 

 

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