Das Taj Mahal

Ein Denkmal der Liebe

Das Taj Mahal ist ein großes achteckiges Marmordenkmal, das sich am Südufer des Flusses Yamuna am Rande der Großstadt Agra im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh erhebt. Dieses Denkmal wurde in den Jahren 1631 bis 1648 von dem indischen Großmogul Shah Jahan gebaut – zur Erinnerung an seine Lieblingsfrau Mumtaz Mahal, die im Jahr 1631 bei der Geburt ihres 14. Kindes starb.

Schon zu Lebzeiten rühmten indische Dichter ihre Schönheit, ihre Bescheidenheit, vor allem aber ihre Barmherzigkeit. Shah Jahan soll seiner Frau, die ihn auf allen seinen Reisen begleitete, nie einen Wunsch abgeschlagen haben. Er vertraute Mumtaz Mahal sogar das Reichssiegel an, mit dem sie soziale Reformen einleitete und zu Unrecht Verurteilte freisprach.

Untröstlich über ihren frühen Tod ließ der Großmogul aus Ziegelsteinen und weißem Marmor einen Prunkbau errichten, der bis heute als Meisterleistung indo-islamischer Kunst gilt. Architekten aus Persien und Afghanistan, mehr als 20.000 Handwerker aus Süd- und Zentralasien und etwa 1.000 Elefanten schufen in 17 Jahren Bauzeit einen „zu Stein gewordenen Seufzer“ oder – wie der indische Dichter Rabindranath Tagore formuliert hat - „eine Träne auf der Wange der Zeit“.

Das Taj Mahal, das im Jahr 1983 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist heute ein märchenhaftes Symbol für den indischen Subkontinent. Indien ist – neben China – das bevölkerungsreichste Land der Welt mit einer Fülle von sozialen Problemen. Wer daran etwas ändern will, muss – meiner Ansicht nach – bei der Bildung ansetzen.

Aus diesem Grunde habe ich mir vorgenommen, in den kommenden Jahren ein Schulprojekt für Mädchen in Indien zu unterstützen. Es ist mein Wunsch, dass indische Mädchen eine gute Schul- und Berufsausbildung erhalten, damit sie später ein selbstbestimmtes Leben führen können. Eine Frau in Indien soll nie wieder 14 Kinder bekommen müssen.

Niko Natzschka

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