Das Leben - ein Märchen


Hans Christian Andersen. Bronzeplastik im New Yorker Central Park
Foto: Niko Natzschka
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Hans Christian Andersen

"Das Mädchen mit den Schwefelhölzern", "Der fliegende Koffer", "Der standhafte Zinnsoldat", "Des Kaisers neue Kleider", "Die kleine Meerjungfrau", "Die Prinzessin auf der Erbse" und "Die Schneekönigin". So heißen die bekanntesten Märchen von Hans Christian Andersen, der am 2. April 1805 in Odense/Dänemark geboren wurde.

Andersen war der Sohn eines armen Schuhmachers. Er verließ bereits im Alter von 14 Jahren sein Elternhaus und bewarb sich als Sänger und Schauspieler. Allerdings ohne jeden Erfolg. Auch privat hatte er wenig Glück. Er verliebte sich zunächst in einen Mann und dann in eine Frau und blieb doch, weil seine Liebe in keinem Fall erwidert wurde, allein. Andersen litt sein Leben lang unter zahlreichen Ängsten, Krankheiten und immer wiederkehrenden Schmerzen.

Doch schon früh entdeckte er eine Möglichkeit, seiner düsteren Lebenswirklichkeit zu entfliehen: Bereits im Jahr 1830 schrieb er sein erstes von insgesamt 168 Märchen. Fünf Jahre später folgte die erste Märchensammlung. Diese Sammlung führte - vor allem in Deutschland - zu einem unerwarteten Durchbruch. Der dänische König wurde auf ihn aufmerksam und zahlte ihm ab dem Jahr 1838 einen jährlichen Dichterlohn, der es ihm ermöglichte, Deutschland, Frankreich, Italien, den Vorderen Orient und Nordafrika zu bereisen.

Kaum ein anderes Märchen spiegelt seinen Aufstieg vom armen Schusterjungen zum geachteten Schriftsteller so deutlich wider wie "Das hässliche Entlein". Dieses Märchen handelt von einem jungen Schwan, der von allen verachtet wird, weil er für eine Ente gehalten wird, bis er schließlich im Spiegel des Wassers erkennt, wer er wirklich ist.

Als Andersen am 4. August 1875 in Kopenhagen starb, war er keineswegs verbittert. "Das wunderbarste Märchen", sagte er, "ist das Leben selbst".


 

 

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